Ein Weg, der sich entwickelte
Dass Johan Handarbeitslehrer werden würde, war zunächst
nicht selbstverständlich. Seine Kindheit war eher vom Sport als vom kreativen
Schaffen geprägt, doch das Interesse am Handwerk wurde bereits während der
Schulzeit geweckt.
„Ich mochte den Handarbeitsunterricht in der Schule“, sagt
er. „Dort hat es wohl angefangen.“
Und vielleicht liegt genau darin etwas Wichtiges – in der
Begegnung zwischen Schüler und Fach. Eine Erfahrung, die haften bleibt, die
wachsen darf und später zum Beruf wird.
Struktur und Freiheit im Gleichgewicht
In seinen vielen Jahren als Lehrer hat Johan beobachtet, wie
sich sowohl die Schüler als auch die Gesellschaft verändert haben. Das Tempo
hat zugenommen, die Geduld abgenommen – und die Anforderungen an Schnelligkeit
wirken sich auch auf den Werkraum aus.
”Durchhaltevermögen ist die größte Herausforderung.
Heutzutage muss alles so schnell gehen” sagt er.
Gleichzeitig versucht er, einen Unterricht zu gestalten, in
dem die Schüler sowohl Rahmenbedingungen als auch Freiheit erhalten. Oft
beginnt die Arbeit mit einer gemeinsamen, obligatorischen Aufgabe. Ist diese
erledigt, eröffnet sich die Möglichkeit, freier zu arbeiten – eigene Ideen
auszuprobieren und den eigenen Weg zu finden.
Genau dort passiert auch etwas.